Bis zur Fasnacht 2019 gohts no:



Countdown
abgelaufen

Nach einer gelungenen Fasnacht 1975, beschloss die Clique an ihrer Fasnachtsschlusssitzung, einen Verein zu gründen, und rief eine Statutenkommission ins Leben, welche die Vereinsgründung vorbereiten sollte. Diese Kommission, welcher Therese Grieder, Hans Eglin und Ernst Flückiger angehörten, konnte schliesslich auf den 19. September 1975 die Gründungsversammlung der Wurlitzer-Clique Zunzgen einberufen.

Im Restaurant Hard in Zunzgen waren 27 Mitglieder anwesend. Die Geschäfte der bisher bestehenden Zunzger Clique wurden abgeschlossen, sodass deren Präsident Kurt Richard die Leitung der Gründungsversammlung der Tagespräsidentin Therese Grieder übergeben konnte. Ernst Flückiger präsentierte im Namen der Statutenkommission deren Arbeit, welche von der Gründungsversammlung abschnittweise diskutiert und genehmigt wurde. Laut Statuten war die Pflege des fasnächtlichen Brauchtums, insbesondere der Kunst des Pfeifen und Trommelns und die Pflege von Kameradschaft und Geselligkeit Zweck des Vereins. In den Statuten war auch festgeschrieben, dass sich der Verein dem Schweizerischen Tambouren-Verband (STV) und dem Zentralschweizerischen Tambouren- und Pfeifer-Verband (ZTPV) anschliesst.

Neben der Fasnacht sollten ab 1976 mit der Aufnahme in den ZTPV und dadurch auch automatisch in den STV die Wettspiele zu einem wichtigen Teil des Vereinslebens werden.

In den Vorstand des neu gegründeten Vereins wurden Ernst Flückiger (Präsident), Elsbeth Bossert (Kassierin), Lotti Bussinger (Aktuarin), Martin Bussinger (Materialverwalter), Peter Brogli (Tambourenchef), Hans Eglin (Pfeiferchef) und Kurt Richard (Tambourmajor) gewählt.

Auf den geschäftlichen folgte der gemütliche Teil der Gründungsversammlung mit Kartoffelsalat und Schüblig und Freinacht bis 2 Uhr. Hugo Brogli und Hubert Klassnitz zeigten zur Unterhaltung einen durch Trommeln und Pfeifen vertonten Fasnachtsfilm der Jahre 1974 und 1975.

Dass die Wurlitzer "Wurlitzer" heissen, hat übrigens nichts damit zu tun, dass sie wie eine Juke-Box auf Knopfdruck die Hits und Evergreens der Fasnachtsmusik abspielen. Der Name wurde der ehemaligen ostdeutschen Piccolomarke "Wurlitzer" entliehen, welche von der Clique gepfiffen und hoch geschätzt wurde. Bei der Namengebung haben unüberhörbar die Pfeifer den Ton angegeben...

 

 

Die Wurlitzer-Clique Zunzgen wurde 1975 gegründet. Seit 1971 hatten sich nach und nach 40 Fasnächtler aus dem oberen Baselbiet in Zunzgen zu einer Trommler- und Pfeifercllique zusammengetan. Die Mitglieder des neuen Vereins stammten zum Teil aus anderen Fasnachtscliquen, wie der Sissacher Nuggi-Clique und der Liestaler Rotstab-Clique, oder hatten bei den Zunzger Büchelgrüblern in einer Guggenmusig mitgewirkt.

Seit September 1975 ist die Wurlitzer Clique Zunzgen ein Verein. Doch ihre Geschichte begann schon 4 Jahre zuvor, am 17. Mai 1971 im "Bruune Mutz" in Basel. Der Basler Trommellehrer Hans Panosetti versprach damals Kurt Richard und Peter Brogli, in Zunzgen Trommelunterricht zu erteilen. Mit dem Ziel, in einer eigenen Zunzger Fasnachtsclique zu trommeln, besuchten am 7. Juni 1971 neun Tambouren und eine Trommlerin in einem Zunzger Keller Panosettis Unterricht. Am Diegter Silvesterball 1972 traten vier der Zunzger Tambouren Peter Brogli, Rolf Brogli, Kurt Richard und Urs Vögtlin zum ersten Mal öffentlich auf. Und schon an der Fasnacht 1973 marschierten die selben vier Tambouren zum ersten Mal gemeinsam am Sissacher Fasnachtsumzug mit, allerdings noch nicht unter eigenem Namen, sondern als Gruppe der Zunzger Guggenmusig Büchelgrübler, denn Peter Brogli und Kurt Richard waren Mitglieder der Büchelgrübler. Ausgespielt wurde das Sujet "Schwyzerhüsli". Die Tambouren trugen die Zunzger Beiz als Larve.

Nach ihrer ersten Fasnacht suchten die Zunzger Tambouren weitere Mitglieder, nicht nur Tambouren, sondern auch Pfeifer, um die Clique zu vervollständigen. Bei der Einschreibung im April meldeten sich 10 neue Tambouren und 9 neue Pfeiferinnen und Pfeifer. Als Pfeiferinstruktor wurde Willi Panosetti engagiert. Nach intensiven separaten Proben unter der Leitung der Panosetti-Brüder übten im Dezember 1973 erstmals PfeiferInnen und Tambouren gemeinsam. Bis zur Fasnacht 1974 konnten zweieinhalb Märsche einstudiert werden. Mit Arabi, Aeschlemer und dem halben Gluggsi im Repertoire bestritten 6 Tambouren und 8 PfeiferInnen in Waggiskostümen den Sissacher Fasnachtsumzug. Die neue Zunzger Clique wuchs schnell weiter. An der Fasnacht 1975 marschierten schon 18 pfeifende und 6 trommelnde Harlekine aus Zunzgen am Sissacher Fasnachtsumzug mit.

Auch blieb die Teilnahme an der Fasnacht nicht mehr die einzige Aktivität der Clique. Mit der Halbmond-Clique Frenkendorf gingen die Zunzger schon 1974 ans Eidgenössische Tambouren- und Pfeiferfest nach Visp. Gemeinsam nahm man unter der Leitung von Hans Panosetti am Sektionswettkampf teil. Der Kontakt mit der Frenkendörfer Clique wurde weiter gepflegt. Schon in der Vorfasnacht 1975 nahmen die Zunzger zum ersten Mal am Halbmond-Cliquen-Plausch Teil.